DEGES, A281- BA4 Weserquerung
BA4 Weserquerung zwischen AS Seehausen und AS Gröpelingen
BA4 Weserquerung zwischen
AS Seehausen und AS Gröpelingen
Der Bauabschnitt (BA) 4 der Bundesautobahn (BAB) A281 verbindet die Anschlussstellen (AS) Bremen-Seehausen südlich und Bremen-Gröpelingen nördlich der Weser. BA 4 verläuft von der bestehenden AS Seehausen in nördlicher Richtung durch das Niedervieland, unterquert die Weser in einem Tunnel und verläuft über das Gelände des Stahlwerks ArcelorMittal Bremen zur AS Gröpelingen.
Die Weserquerung wird im Einschwimm- und Absenkverfahren hergestellt. Erforderliche Tunnelelemente werden in Bremerhaven im Trockendock vorbereitet. Das Bauvorhaben sorgt für eine nordwestliche Eckverbindung zwischen den vorhandenen BAB A1 und BAB A27.

Der Abschnitt wird als vierstreifige Autobahn mit Standstreifen und zwei getrennten Richtungsfahrbahnen mit Mittelstreifen hergestellt. BA 4 ist insgesamt 4,9 km lang und wie folgt aufgeteilt:
- Südlicher Straßenabschnitt
- Südliche Trogstrecke
- Tunnel
- Nördliche Trogstrecke
- Nördlicher Straßenabschnitt
und verläuft auf gesamter Länge durch das Marschgebiet der Weserniederung (Wesermarsch). Das Vogelschutzgebiet auf der Landseite Süd wird von Entwässerungsgräben durchzogen, wodurch die Zugänglichkeit bzw. die Befahrbarkeit des Geländes, auch in Verbindung mit den in diesem Bereich häufig auftretenden hohen Grundwasserständen, z. T. eingeschränkt wird.
Von Süd (AS Seehausen) nach Nord (AS Gröpelingen) wird die BAB A281 durch folgende Gewässer und Straßen mit Bauwerken gequert:
- Fleet „Tränkewasserzuleitung Hasenbüren“ (Endlage über dem Tunnel, Süd)
- Hasenbürener Landstraße (Endlage über dem Tunnel, Süd)
- Schleusenweg (Endlage über dem Tunnel, Nord)
- Bezirksbahnhof-Hafen (Endlage über dem Tunnel, Nord)
- Medientrasse Nr. 1-5
- Überführung der „Carl-Benz-Straße“
Aufgrund der Komplexität des Bauvorhabens gestaltete sich die SiGe-Koordination besonders herausfordernd. Leistungen im Verkehrswege-, Tief-, Spezialtief-, Ingenieur-, Ingenieurwasser-, Tunnel-, Leitungs- und Brückenbau mussten zum größten Teil zeitgleich koordiniert werden. Die durchgeführte Kampfmittelräumung über das gesamte Baufeld erforderte Absprachen zwischen allen Projektbeteiligten.
Die erschwerte Zugänglichkeit bzw. Befahrbarkeit, insbesondere im Niedervieland, erforderte eine genaue Planung der Flucht- und Rettungswege. Darüber hinaus waren intensive Abstimmungen mit dem Koordinator für kontaminierte Bereiche auf Flächen des Bundes notwendig. Die Betriebsabläufe auf dem Festland und Wasser mussten in die SiGe-Unterlagen integriert werden. Eine große Herausforderung stellte die Schlackenkippe in unmittelbarer Nähe zur Baustelle auf dem Gelände des Stahlwerks dar. Hier wurden Schutzmaßnahmen festgelegt.
