Rheinbahn, Krananlage für Busse
Modernisierung einer Werkstattspur am Betriebshof Düsseldorf-Lierenfeld
Modernisierung einer Werkstattspur für Wasserstoffbusse
Die Rheinbahn AG bereitet den Einsatz von Wasserstoffbussen (H₂‑Bussen) im Linienverkehr vor und setzt damit ein klares Zeichen für eine umweltfreundliche und nachhaltige Mobilität. Um die Wartung und Instandhaltung dieser Fahrzeuge sicher und effizient zu gewährleisten, wird die bestehende Werkstattspur 124 am Betriebshof Düsseldorf‑Lierenfeld umfassend modernisiert.
Zentrales Element der Maßnahme ist der Einbau einer höhenverstellbaren Dacharbeitsbühne mit integrierter Krananlage in eine bestehende Halle. Die Ausstattung ist gezielt auf die Anforderungen der Wasserstofftechnologie ausgelegt und ermöglicht sichere Arbeiten an den Dachkomponenten der Busse.

Ergänzend werden die bestehenden Flächenheizkörper und Leitungsführungen neu geordnet. Dadurch entstehen klar definierte Arbeitsbereiche, optimierte Bewegungsabläufe sowie effizientere Energieflüsse. Ein zusätzlicher Dachzugang sorgt für einen sicheren und schnellen Zugriff auf die Lüftungsgeräte.
Das Konzept verbessert nicht nur die technische Infrastruktur, sondern schafft zugleich die Grundlage für einen ressourcenschonenden, emissionsarmen Werkstattbetrieb. Ein Werkstattkonzept, das Höhenarbeit sicher macht, Instandhaltungszeiten reduziert und die Rheinbahn zukunftsfähig aufstellt.
Die Dacharbeitsbühne wird als robuste Stahlkonstruktion mit elektrisch ausfahrbaren, stufenlos verstellbaren Ausschubplattformen ausgeführt. Ein integrierter Anfahrschutz erhöht die Betriebssicherheit. Die Tragstruktur besteht aus biegesteifen Rahmenelementen, die an der bestehenden Kellerdecke verankert und durch Rohrprofile sowie Verbände ausgesteift werden. Der Zugang erfolgt über beidseitige Treppenanlagen mit rutschfesten Stufen, Geländern und Handläufen und gewährleistet einen komfortablen sowie sicheren Auf‑ und Abgang.
Die Kranbahn ist speziell für das sichere Handling der Dachkomponenten von Wasserstoffbussen konzipiert, insbesondere für H₂‑Tanks und Brennstoffzellen. Die Krananlage wird so angeordnet, dass der gesamte Busbereich abgedeckt ist. Ein besonderer Fokus liegt auf der Torseite der Halle: Hier können die Bauteile bevorzugt sicher zu Boden gelassen oder von dort aufgenommen werden, was kurze Wege und effiziente Arbeitsabläufe ermöglicht.
Auf Wunsch der Rheinbahn sollte die vorhandene Hallenspur weitgehend erhalten bleiben. Die neue Technik sowie die komplexe Lüftungsanlage wurden daher in die bestehende Kubatur integriert. Mithilfe einer modernisierten 3D‑Planung konnten potenzielle Kollisionen frühzeitig erkannt und bereits in der Planungsphase gelöst werden. Dies erhöhte die Planungssicherheit und trug zu einem reibungslosen Ablauf der Ausführung bei.
